Online Fortbildung
MRE - Aus dem Gruselkabinett der Mikrobiologie
4 Lernmodule (40:47 Min)
Zusammenfassung
MRE-Prävention in Klinik, ambulanter und stationärer Pflege: Kurs vermittelt aktuelles Wissen über multiresistente Erreger wie MRSA, ESBL und VRE. Teilnehmer erlernen Hygienemaßnahmen und Schutzstrategien zur Infektionsvermeidung in Pflege und Eingliederungshilfe.
Kursbeschreibung
Bakterien, Pilze und das Antibiotikum gibt es bereits seit mehreren Tausend Jahren. Als damals Pilze und Bakterien um den Lebensraum konkurrierten, produzierten die Pilze Antibiotika und damit wurden viele Kulturen der Bakterien ausgelöscht. Somit konnten die Pilze den Lebensraum einnehmen. Jedoch gab es Bakterien, die die Eigenschaft zur Resistenz entwickelten und sie eroberten den Lebensraum zurück. Genau diese multiresistenten Erreger (MRE) gibt es auch heute noch.
Es referiert Dr. Markus Schimmelpfenning, Leiter der Hygieneabteilung des Gesundheitsamtes Kassel. Sie erfahren in diesem spannenden Schulungsvideo alles über die Entwicklung und Eigenschaften der wichtigsten MRE. Der Referent erläutert Ihnen Hygienemaßnahmen zum Schutz des Patienten, seiner Angehörigen und des Pflegepersonals.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- MRSA (Multiresistenter Staphylokokkus aureus)
- ESBL (Extended Spectrum betalaktamasen)
- GRE/ VRE (Glykopeptid– bzw. Vancomycinresistente Enterokokken)
- Clostridium difficile
- Maßnahmen für Patienten und Pflegekräfte zur Minimierung der Gefahr (Eskape-Formel nach Domann, Asepsis und Antisepsis)
Häufig gestellte Fragen
Welche multiresistenten Erreger werden im Kurs behandelt und worin liegen ihre Unterschiede?
Der Kurs behandelt insbesondere MRSA, ESBL-bildende Bakterien, VRE/GRE und Clostridium difficile. Es wird auf die Entstehung, Verbreitung und die jeweiligen Resistenzen dieser Erreger sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für Pflege und Therapie eingegangen.
Welche Hygienemaßnahmen werden vermittelt, um Patienten und Personal vor MRE zu schützen?
Im Kurs lernen Sie verschiedene Hygienestrategien kennen, darunter die richtige Umsetzung von Asepsis und Antisepsis sowie konkrete Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten. Ziel ist es, das Risiko einer Übertragung multiresistenter Keime wirksam zu minimieren.
Was ist die ESCAPE-Formel nach Domann und welche Bedeutung hat sie im Umgang mit MRE?
Die ESCAPE-Formel dient dazu, zentrale Erregergruppen im klinischen Alltag zu identifizieren und gezielt Präventionsmaßnahmen zu etablieren. Im Kurs wird erläutert, wie diese Formel hilft, spezifisch auf die Risiken multiresistenter Keime zu reagieren.
Welche Besonderheiten gelten bei der Versorgung von Patienten mit MRSA, ESBL oder VRE in ambulanten und stationären Einrichtungen?
Der Kurs erklärt detailliert, wie sich die Versorgung und Isolationsmaßnahmen je nach Versorgungsform unterscheiden und worauf Pflegekräfte besonders achten sollten. Es werden praxisnahe Empfehlungen für beide Settings vermittelt, um Sicherheit und Lebensqualität der Patienten zu gewährleisten.
Wie können Apotheken und Pflegeeinrichtungen zur Vermeidung einer Ausbreitung multiresistenter Erreger beitragen?
Im Kurs werden die Verantwortung und praktische Möglichkeiten von Apotheken sowie Pflege- und Tagespflegeeinrichtungen bei der Infektionsprävention hervorgehoben. Dabei werden Aspekte wie die Antibiotikastewardship und konsequente Umsetzung standardisierter Hygienemaßnahmen vorgestellt.
Referent
Dr. Markus Schimmelpfennig
Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der »Initiative Chronische Wunden«. Seit mehr als 35 Jahren führt er Fachweiterbildungen für Menschen in Medizinalberufen durch, seit 2001 bietet er diese auch für Hygienebeauftragte in Pflegeeinrichtungen an.
Dr. Schimmelpfennig ist Projektleiter des MRE-Netzwerks in Nord- und Osthessen (MRE = Multiresistente Erreger). Ziel des Netzwerks ist es, die Ausbreitung multiresistenter Erreger zu verhindern und Informationen für betroffene Patienten bereitzustellen.