Online Fortbildung
Reanimation beim beatmeten Patienten
1 Lernmodul (00:11:39)
Zusammenfassung
Reanimation beim beatmeten Patienten in Intensiv- und Palliativpflege: Kurs vermittelt Sofortmaßnahmen zur Wiederbelebung bei Herzstillstand, Besonderheiten der Versorgung mit Trachealkanüle sowie praktisches Training für Klinik und ambulante Pflege im Notfallmanagement.
Kursbeschreibung
Zur Reanimation (Wiederbelebung) gehören alle Maßnahmen, die bei einem Herzstillstand zur Wiederherstellung der Hirndurchblutung und Aufrechterhaltung einer Lungenminimalbelüftung notwendig sind. Um irreversible Schäden am Gehirn zu vermeiden, müssen diese Maßnahmen so schnell wie möglich, und zwar noch vor der Schockbekämpfung und der Wundversorgung durchgeführt werden.Ruhe, Disziplin und Geschwindigkeit können dabei Leben retten. Doch in einer lebensbedrohlichen Situation, die ein schnelles Handeln erfordert, bedeuten Konzentration und Fokussierung auf die Aufgabe eine große Herausforderung.
Als Atmungstherapeut ist André Michael Prangel Experte auf diesem Gebiet. Er erläutert das Vorgehen bei der Reanimation eines Menschen mit Trachealkanüle im Detail und erklärt, was dabei zu beachten ist. So reicht beispielsweise eine Beatmung über das Beatmungsgerät allein nicht aus, um das Überleben zu sichern. Neben der Vermittlung von Basiswissen zur Wiederbelebung bei nicht beatmeten und beatmeten Patienten geht Herr Prangel auch auf spezielle Phänomene, wie beispielsweise den Situs inversus oder die Atemwegsverlegung, ein.
Das lernen Sie in diesem Kurs
-
Theorie: Reanimation beim Menschen mit Trachealkanüle
- Funktionsweise Ambu-Beutel
- PEEP-Ventil
- Sauerstoffreservoir
- Exkurs: Situs inversus
- Notruf 112 (Ablauf, Informationen)
- Erkennen einer Atemwegsverlegung
- Praxistraining
Häufig gestellte Fragen
Welche Besonderheiten sind bei der Reanimation von beatmeten Patienten mit Trachealkanüle zu beachten?
Bei beatmeten Patienten mit Trachealkanüle muss sichergestellt werden, dass die Beatmung nicht nur über das Gerät erfolgt, sondern auch die manuelle Beatmung mit einem Ambu-Beutel korrekt durchgeführt wird. Zudem ist auf die freie Durchgängigkeit der Trachealkanüle sowie auf einen schnellen Wechsel auf manuelle Beatmung zu achten.
Wie wird im Kurs das Erkennen und Behandeln einer Atemwegsverlegung vermittelt?
Im Kurs wird detailliert erklärt, wie eine Atemwegsverlegung erkannt und schnellstmöglich behandelt werden kann. Hierzu gehören das Beobachten klinischer Anzeichen und die gezielte Anwendung von Notfallmaßnahmen speziell bei beatmeten Patienten.
Welche Funktion haben PEEP-Ventil und Sauerstoffreservoir während der Reanimation eines beatmeten Patienten?
Das PEEP-Ventil hilft dabei, einen positiven Druck am Ende der Ausatmung aufrechtzuerhalten und so den Gasaustausch zu verbessern. Das Sauerstoffreservoir dient dazu, während der manuellen Beatmung eine möglichst hohe Sauerstoffkonzentration bereitzustellen.
Wie wird im Kurs auf seltene Fälle wie den Situs inversus eingegangen?
Der Kurs behandelt auch besondere anatomische Varianten wie den Situs inversus und geht darauf ein, was bei der Reanimation solcher Patienten zu beachten ist, um Fehler bei der Platzierung von Elektroden oder der Beurteilung zu vermeiden.
Welche Handlungsschritte sind bei einem Notruf 112 im Zusammenhang mit der Reanimation eines beatmeten Patienten relevant?
Im Kurs wird vermittelt, wie ein strukturierter Notruf 112 abgesetzt wird und welche wichtigen Informationen – wie Beatmungssituation, Zugangswege und aktuelle Maßnahmen – an die Leitstelle weitergegeben werden sollten.
Referent